Gesunde Ernährung? Gern, aber was heißt das eigentlich??

by Luise on 19. April 2009

Sich gesund zu ernähren ist gar nicht so leicht wie es klingt. Viele verstehen darunter einen Apfel pro Woche zu essen und mal auf den Döner um die Ecke zu verzichten. Doch gesunde Ernährung beinhaltet viel mehr als nur auf das ein oder andere fettige Übel zu verzichten. Wer sich gesund ernähren möchte, ändert seine Einstellung zum täglichen Essen. Das heißt auf seinen Teller kommen sowohl nahrhafte und frische Lebensmittel als auch genügend verschiedene. Das Zauberwort heißt Mischkost, also eine fantasievolle Mischung aus bereits bekannten Zutaten und vorher unentdeckten Lebensmitteln, die Abwechslung bringen sollen und häufig noch lebenswichtige Nährstoffe enthalten. Angeblich gesund ist, dass man vor allem auf fettige Speisen und Süßigkeiten verzichten sollte. Nein, sollte man nicht! Denn Öle und Fette benötigt der Körper genauso wie frisches Gemüse oder Obst. Nicht was man isst, ist von Bedeutung, sondern die Menge, die man von bestimmten Produkten zu sich nimmt. Ein guten Überblick liefert die Ernährungspyramide. Bei so vielen guten Ratschlägen verliert man gern den Überblick, deshalb die wichtigsten Ernährungstipps nochmal zusammengefasst:

  • Abwechslungsreich ernähren: je mehr Vielfalt auf den Teller kommt, desto mehr bist Du mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgt und es beruhigt obendrein noch Dein Gewissen.

  • Korn & Co. lässt grüßen: Reis, Kartoffeln, Nudeln und viele andere Getreideprodukte enthalten kaum Fett sondern hauptsächlich wertvolle Mineralien, Kohlenhydrate und verdauungsfördernde Ballaststoffe.

  • Insgesamt 600 Gramm Obst und Gemüse pro Tag: mal ehrlich, das schaffen die wenigsten. Dennoch frisches Obst und schonend gegartes Gemüse sind die Hauptlieferanten von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen, deshalb versuchen 5 bis 6 Mal pro Tag zuzugreifen.

  • Milchprodukte, Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte schmecken gut und sind gesund – in Maßen! Fleisch liefert vor allem viel Vitamine (B1, B6 und B12) aber mehr als 600 Gramm pro Woche sollten nicht drin sein. Milchprodukte sind Einweißbomben, auch hier gilt: in Maßen genießen und auf den Fettgehalt achten. Fisch mit gesunden Omega-3-Fettsäuren reicht einmal pro Woche aus.

  • Fette Beute macht man mit zu viel Fett: zu viel davon und man fühlt sich nicht nur schlapp und müde sondern riskiert obendrein noch seine Gesundheit. Deshalb nicht mehr als 90 Gramm pro Woche davon, das gilt inklusive bereits enthaltenen Fetten in Wurst, Käse und Süßkram.

  • Salz und Zucker sparsam verwenden: weiß ja eigentlich jeder, das zu viel Zucker nicht nur den Zähnen schadet, sondern auch im Übermaß zu Diabetes führen kann. Zu viel Salz schadet den Nieren, da es dem Körper viel Flüssigkeit entzieht, deshalb lieber auf Kräuter umsteigen und das natürliche Fruchtzucker im Obst genießen.

  • Nicht nur gesund essen, sondern auch vor allem genügend trinken ist lebenswichtig! Mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag, Kaffee, Cola und alkoholische Getränke nicht mitgerechnet.

Wichtig neben den richtigen Lebensmitteln ist außerdem die Zubereitung der Speisen. Eine schonende Kochweise behält Vitamine, Mineralstoffe und andere lebenswichtige Nährstoffe in den Zutaten, was sich später auch geschmacklich bemerkbar macht. Wer versucht kiloweise Nahrung in möglichst kurzer Zeit in sich  reinzuschaufeln, der riskiert nicht nur übles Aufstoßen und gemeingefährliche Blähungen, sondern handelt darüber hinaus noch gesundheitsschädigend für den gesamten Organismus. Deshalb unbedingt in Ruhe essen, gründlich kauen und sich die Zeit nehmen für die Mahlzeiten. Zu guter Letzt ist eine reichhaltige Ernährung nur eine Komponente einer gesunden Ernährung. Eine andere ist ausreichende Bewegung und ein paar Sporteinheiten pro Woche einzulegen um die körperliche Fitness und Beweglichkeit zu fördern.

In diesem Sinne: Bon appétit!

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