Den inneren Schweinehund überwinden

Wer kennt das nicht: man kommt von einem langen Tag nach Hause, ist geschlaucht und hat zu nichts mehr Lust. Jetzt noch Sport machen? Die Couch ist doch viel näher, der Fernseher schnell eingestellt und die Chipstüte liegt auch schon verführerisch bereit. Nochmal vor die Tür zu gehen und sich sportlich zu betätigen liegt in diesem Moment ferner als der Mond. Doch genau das sollte man zumindest zwei bis dreimal in der Woche machen. Das Problem ist hierbei, den inneren Schweinehund zu überhören und stattdessen genau das zu machen, was uns unser innerer Schweinehund ausreden will. Doch das ist gar nicht so leicht!

Denn der innere Schweinehund ist eine Metapher für die Willensschwäche in uns. Immer dann, wenn uns etwas als zu anstrengend, zu schwer oder einfach unangenehm erscheint, tritt dieser Schweinehund in Erscheinung und versucht uns einzureden, dass wir es auch einfach sein lassen können – meist mit großem Erfolg. Es gibt plötzlich viel Wichtigeres oder Schöneres zu tun, als die lästige Tätigkeit, die uns der innere Schweinehund auszureden versucht. Ob es sich dabei nun um die Einhaltung einer Diät, den Gang aufs Finanzamt, das Lernen für eine Klausur oder die sportliche Betätigung handelt, ist egal. Das Prinzip ist immer gleich: kaum steht etwas Unangenehmes bevor, dass wir umgehen oder aufschieben können, wird dies auch getan.

Dabei hat der innere Schweinehund nur Gutes für uns im Sinn, kurzfristig gesehen. Denn wenn man sich an ihn hält, wird man kurzzeitig Genuss oder Wohlempfinden haben. Anstatt sich noch beim joggen oder auf dem Ergometer abzukämpfen, entspannt man vielmehr vor dem Fernseher und bekommt durch das Naschen von Schokolade oder knabbern von Chips ein gutes Gefühl. Doch denkt man langfristig, erkennt man, dass genau solches Verhalten falsch ist. Will man seine Bikinifigur erhalten, bringt es nichts, wenn man immer wieder dem inneren Schweinehund nachgibt, auch wenn es für den Augenblick noch so verlockend aussieht! Wie kann man sich aber dem Schweinehund verweigern?

Um den inneren Schweinehund zu überwinden heißt das Zauberwort: Selbstdisziplin. Man sollte sich ein klares Ziel formulieren (z.B. in der Klausur will ich mit einer 2 abschneiden, oder ich will bis in 2 Monaten 5 Kilo dauerhaft weniger wiegen usw.). Dieses Ziel am besten auf einen Zettel notieren und an eine Stelle legen, wo man ihn nicht übersehen kann. Wenn man abnehmen will, am besten in die Küche hängen, wenn man sich mehr sportlich betätigen will, hängt man ihn am besten auf die Fernbedienung! Ziel ist es, immer dann, wenn sich der innere Schweinehund meldet, an seine eigenen Ziele, die man sich gesteckt hat, erinnert zu werden. Ein weiterer wichtiger Tipp ist zudem, seine Ziele nicht zu hoch zu stecken, denn dann ist das Scheitern sehr viel wahrscheinlicher und die Enttäuschung groß. Also anstatt sein Ziel bei 10 Kilo weniger anzusetzen, lieber 3-5 Kilo weniger, oder anstatt 5 mal die Woche Sport zu betreiben eben 2-3 mal. So gelingt es viel leichter, die Ziele zu erreichen und man hat ein gutes Gefühl, da man es geschafft hat. Der innere Schweinehund wird dann nach und nach auch leiser werden.

Bildquelle: sabu, flickr

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