Rot für Lebensmittel-Ampel

von Luise am 18. Juni 2010

Das EU-Parlament hat die von Verbraucherschützern und Ärzten geforderte Lebensmittel-Ampel abgelehnt. Die Lebensmittelkennzeichnung sollte mit den Ampelfarben rot, gelb und grün den Salz-, Fett- und Zuckergehalt abbilden. Doch die Begründung der Politiker ist, dass die Einteilung irreführend sei und nicht wissenschaftlich fundiert. Stattdessen sollen die Verpackungen auf der Vorderseite von Produkten Nährwerttabellen erscheinen, die Angaben zum Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz sowie den Brennwert in Kalorien pro 100g enthalten.

Zudem soll die empfohlene Menge pro Tag aufgedruckt werden, was allerdings das nächste Problem aufwirft. Die Ernährungsgewohnheiten sind sehr unterschiedlich sodass wohl kaum allgemeingültige Grundlagen erarbeitet werden können, die für alle Konsumenten gleichermaßen gelten. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA ist mit der Erarbeitung dieser wissenschaftlichen Pläne beauftragt. Mit einem entsprechenden Gesetz kann auch erst frühestens im nächsten Frühling gerechnet werden.

Lebensmittel-Ampel

Auch die Lebensmittelindustrie hat sich natürlich gegen die Lebensmittel-Ampel gewehrt. Wie soll es anders sein. Es bleibt also abzuwarten, was sich Industrie, Handel und Politik in Zukunft für die Lebensmittelkennzeichnung einfallen lassen. Fest steht, es wird nicht einfacher, Produkte in “gesund” und “nicht gesund” einzuteilen.

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